Schön, dass Du vorbei schaust...

Hallo und herzlich Willkommen in meiner Welt!
Hier schreibe ich über die Dinge, die ich so erlebe, Lustiges, Kurioses, Ärgerliches... Über all das, was jedem von uns jeden Tag im Alltag widerfährt und wo man vielleicht denkt, wieso schreibt da eigentlich nicht mal einer drüber?
Was ich schreibe, kann man gut finden, muss man aber nicht. Kann man kommentieren, muss man aber nicht. Frei nach dem Motto: Alles geht, nichts muss.

In diesem Sinne: viel Spaß!
Deine Violet
Posts mit dem Label Urlaub werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Urlaub werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 25. Mai 2011

Wenn ich kein Kind hätte...

Wenn ich kein Kind hätte, hätte ich meinen alten Job noch, wäre erfolgreich und würde einen Haufen Geld verdienen.

Wenn ich kein Kind hätte, könnte ich jeden Abend ausgehen, mit meinem Liebsten oder auch allein, bis in die Puppen wegbleiben und am nächsten Morgen ausschlafen.

Wenn ich kein Kind hätte, könnte ich jede Menge Geld für Klamotten, Schuhe und Essen gehen ausgeben und hätte trotzdem noch genug, um was für später zurückzulegen.

Wenn ich kein Kind hätte, könnte ich so wie früher dreimal im Jahr in Urlaub fahren, an exotische Orte und mir dort alles anschauen, was mich interessiert und nicht nur die örtlichen Spielplätze. Ich könnte den ganzen Tag rumgondeln ohne Rücksicht auf kindliche Mittagsruhe oder Gequengel, weil’s grad langweilig ist, würde im Café an der Mole sitzen und einen Cortado trinken. Ich könnte abends schick essen gehen und danach mit einem Glas Wein die Füße in den sonnenwarmen Sand bohren.

Wenn ich kein Kind hätte.

Wenn ich kein Kind hätte, würde ich vermutlich im Schanzenviertel und bei IKEA angesichts der ganzen Schwangeren und Familien mit Kindern die Krise bekommen.

Wenn ich kein Kind hätte, würde ich mein Leben trotz beruflichem Erfolg, tollen Klamotten und Füßen im sonnenwarmen Sand vermutlich leer und bedeutungslos finden und mich abends in den Bars und Clubs fragen, wie lange ich das eigentlich noch machen muss und wie ich einen Hauch von Sinn in mein kümmerliches Leben bekommen soll.

Wenn ich kein Kind hätte, hätte ich mein altes Leben noch – und wäre todunglücklich.

Sonntag, 10. April 2011

Das sind Dinge, von denen ich gar nichts wissen will

Vor ein paar Tagen im Urlaub war ich an einem schönen Strand. Ein bisschen dünig, etwas begrünt, viele geschützte Ecken. Und viele Menschen, die die Gelegenheit ergriffen und sich ihrer gesamten Kleidung entledigt hatten.

Nun ist es ja aber leider so, dass sich zumeist die Menschen mal so spontan ohne alles zeigen, die es sich eigentlich am wenigstens leisten können.
Sprich, der leckere Surfer-Typ, der hier, Surfshorts knapp auf den Hüften sitzend, vorbei schlenderte, machte keinerlei Anstalten, blank zu ziehen. Dafür ließ mich aber der spiddelige Bleichling, Typ Geschichtslehrer, sehr bereitwillig daran teilhaben, an welchen Körperteilen er sich überall einen Sonnenbrand geholt hat.

Ich sah Frauen mit ausladenden Formen wie Gina Lollobridgida, die ungefähr zur selben Zeit, wo diese auf dem Zenit ihrer Karriere war, mal straff waren. Ich sah Männerpopos, die mich an die runzeligen Kartoffeln erinnern, die ich hier abends so gerne mit rotem und grünem Mojo zu meinem frisch gegrillten Fisch esse. Sprich, ich sah Dinge, von denen ich gar nichts wissen will.
Dann guck’ nicht hin, sagte der beste aller Ehemänner. Hmpf, dazu hätte ich an diesem Strand die Augen permanent geschlossen halten müssen, denn sie waren einfach überall, die locker-flockigen Nudisten.

Nicht, dass das jetzt falsch rüber kommt. Ich bin selbst keine 20 mehr, habe aufgrund meiner Leidenschaft für gutes Essen und Gummibärchen ein paar Kilos zuviel auf den Rippen und lerne so langsam zu akzeptieren, dass die Schwerkraft irgendwann siegen wird. Aber dass muss ich doch nicht auf einem Silbertablett vor mir hertragen! Da kann man doch den Mantel der Liebe drüber legen – oder zumindest einen gut geschnittenen Badeanzug.

Aber es zeigt sich jedes Jahr wieder, sobald die Temperaturen in den zweistelligen Bereich steigen, andere sehen das anders. Da kommen Füße an Licht und Luft, die sich lieber schnell wieder in ihre dunklen, wolligen Höhlen zurückziehen sollten und da werden Formen ins vermeintlich rechte Licht gerückt, bei denen man sich wünschen würde, Verpackungskünstler Christo würde mal eben schnell Hand anlegen.

Na ja, jeder so, wie er mag und, um mit Ina Müller zu sprechen, irgendwann geht ja jeder Frühling und Sommer mal vorbei.