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Hallo und herzlich Willkommen in meiner Welt!
Hier schreibe ich über die Dinge, die ich so erlebe, Lustiges, Kurioses, Ärgerliches... Über all das, was jedem von uns jeden Tag im Alltag widerfährt und wo man vielleicht denkt, wieso schreibt da eigentlich nicht mal einer drüber?
Was ich schreibe, kann man gut finden, muss man aber nicht. Kann man kommentieren, muss man aber nicht. Frei nach dem Motto: Alles geht, nichts muss.

In diesem Sinne: viel Spaß!
Deine Violet
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Donnerstag, 2. Dezember 2010

Winter-Blues

Der Spätherbst bzw. der Winter sind definitiv nicht meine Jahreszeiten. Zu nass, zu kalt, zu grau, zu graupelschauerig, zuviel Schnee, zu wenig Grad auf dem Thermometer.
In der Zeit von November bis Anfang März gelingt mir auch nicht wirklich was. Keine Energie, keinen Elan, irgendwas auf die Beine zu stellen.

Wenn ich morgens aufstehe und es ist nicht nur dunkel, nein, es platscht auch noch der Regen an die Scheibe, dann muss ich mich echt schwer zusammenreißen, nicht wieder zurück ins Bett zu kriechen und mir die Decke über die Ohren zu ziehen (Wunschdenken, denn meinem Kind ist es grad mal egal, ob es draußen noch dunkel ist oder regnet, denn es ist wach, lustig und munter).

Im Dezember, wetter- und dunkelheitstechnisch auch nicht gerade berauschend, hat man wenigstens noch die Weihnachtszeit, die man mit dekorieren, Plätzchen backen und essen (ich gehöre eher zur essenden Fraktion) sowie dem einen oder anderen Glühwein ganz gut ´rum bekommt.

Aber November, Januar und Februar… furchtbar. Da kann ich hier in der Wohnung auch noch so viele Kerzen anzünden, noch so viel Tee trinken und die Heizung hochdrehen, meine Laune verbessert das nicht wirklich.

Insgesamt bin ich also nicht gerade der Herbst-/Winter-Typ. Mein Traum ist es, irgendwann man an einen Ort zu ziehen, wo es nur Frühling und Sommer gibt. Wenn ich dies äußere, kommt eigentlich immer von irgendeinem klugen Menschen das Argument, das wäre doch auch nichts und ich würde Herbst und Winter sicherlich schnell vermissen.

Nein. Würde ich nicht. Im Herbst und Winter gibt es definitiv nichts, aber auch wirklich gar nichts, was ich mir schmerzlich fehlen würde, wenn ich irgendwo in der Sonne säße, im Top mit Flatterrock und Schläppchen, ein Eis oder wahlweise auch ein nettes Kaltgetränk in der Hand. Ich würde weder Schnee, Regen, Graupelschauer und Kälte vermissen. Und auch mehr als 12 Stunden Dunkelheit am Tag würden mir auch nicht signifikant fehlen. Selbst zur Weihnachtszeit brauche ich kein Winterwetter, ich kann auch bei 25° Grad im Schatten „Last Christmas“ schmettern.

Aber da ich ja nun mal hier lebe, in Hamburg, der Stadt mit gefühlt schlechtesten Wetter in ganz Deutschland, muss ich mich irgendwie mit den Gegebenheiten arrangieren. Und halte mich mit folgenden Zeilen von Herrn Rolf und seinen kleinen Freunden bei Laune:

Immer wieder kommt ein neuer Frühling
Immer wieder kommt ein neuer März
Immer wieder bringt er neue Blumen
Immer wieder Licht in unser Herz

In diesem Sinne Augen zu und durch!

Dienstag, 28. September 2010

Kein Platz mehr für Euphemismen...

Normalerweise gibt es bei der Wettervorhersage der Tagesschau immer sehr schöne Umschreibung auch für das letzte Mistwetter.
Da ist dann von „mehr oder weniger starken Niederschlägen“ die Rede oder auch von „ergiebigem Regen“ oder einer „Niederschlagswahrscheinlichkeit von 100%“.

Am letzten Samstag gingen dem Wettersprecher aber angesichts der Vorhersage für Sonntag und die nächsten Tage scheinbar einfach die Euphemismen aus. Er sagte nur ganz trocken: „Die Vorhersage für die nächsten Tage: es schüttet.“

Ich war da ehrlich gesagt etwas hin und her gerissen: einerseits nennt da endlich mal einer das Kind beim Namen (der Mann wäre vielleicht was für Parteien, wenn sie eine Wahl haushoch verloren haben und die Niederlage dann schön reden…), aber andererseits klingt die Formulierung auch ein bisschen nach Resignation dem Schietwetter der letzten Wochen gegenüber. Dem Sprecher fällt nach wochenlangem Regen einfach keine hübsche Umschreibung mehr.

Mich besorgt das ein bißchen, denn wir haben ja erst September und der schlimmste Monat steht uns noch bevor (der November, nur für den unwahrscheinlichen Fall, dass es hier Unsicherheit gibt, welchen Monat ich meinen könnte).

Aber gut, schauen wir dem Ungeheuer genannt Wetter ins verregnete Auge und finden wir uns damit ab: bis zum nächsten Frühling wird es noch ganz schön häufig schütten!