Das ist ja nun endlich mal eine gute Nachricht: unsere Familienministerin-Azubine ist schwanger.
Die Nachricht kommt nach ihrer Hochzeit im letzten Jahr nicht völlig unerwartet und doch lässt sie mich beruhigt aufatmen: die Familientheoretikerin wird nun kopfüber in die Praxis des Lebens mit Kind geschubst.
Nun kann sie ihr im Studium und über Gremienarbeit erworbenes Wissen zum Thema Familie endlich mal praktisch unterfüttern und das gibt mir irgendwie ein gutes Gefühl. Denn ich gehe mal nicht davon aus, dass unser Verteidigungsminister Zivildienstleistender war und unsere Arbeitsministerin bisher nur Tischläufer bestickt hat. Bis auf unseren Gesundheitsminister bringen ja irgendwie alle Minister irgendwelche relevanten Vorerfahrungen mit. Schön, dass Frau Schröder dies nun auch bald von sich sagen kann.
Und ich bin ja so gespannt, wie das dann alles laufen wird. Klar, Elternzeit macht sie nicht, nur den gesetzlich vorgeschriebenen Mutterschutz. Und sie wird die Hilfe von Oma und Opa sowie von Krippen in Anspruch nehmen. Gibt es also in Berlin echt Krippen, die acht Wochen alte Babys aufnehmen? Doll.
Ihr Kerl könnte natürlich Elternzeit machen, der ist ja nur so’n Staatssekretär, da gibt’s ja viele von, der könnte doch schön daheim bleiben. Stelle ich mir richtig klasse vor, wie er seiner Frau den kleinen Fratz dann zum stillen in die Bundestagssitzung bringt. Ob Frau Schröder da dann öffentlich stillt oder doch lieber g’schamig auf der Toilette?
Und ich bin ja auch mal gespannt, ob Frau Schröder auch monatelang nach einem Krippenplatz suchen muss (vermutlich nicht, wer würde es wagen, Madame Familienministerin aufzufordern, sich in eine Warteliste einzutragen...) und wenn sie dann einen hat, wie sie mit dem Krankenstand ihres Kindes im ersten Krippenjahr umgehen wird. Ich bin mir sicher, was die Vereinbarkeit von Kind und Karriere angeht, können wir von Kristina Schröder alle noch was lernen.
Vielleicht fallen ihr ja nach einiger Zeit als Mutter noch andere Sachen ein, die man für Familien in Deutschland ändern könnte als ausgerechnet die Quote der männlichen Erzieher in Kitas zu erhöhen oder einen Boys Day einzuführen.
Schön, dass Du vorbei schaust...
Hallo und herzlich Willkommen in meiner Welt!
Hier schreibe ich über die Dinge, die ich so erlebe, Lustiges, Kurioses, Ärgerliches... Über all das, was jedem von uns jeden Tag im Alltag widerfährt und wo man vielleicht denkt, wieso schreibt da eigentlich nicht mal einer drüber?
Was ich schreibe, kann man gut finden, muss man aber nicht. Kann man kommentieren, muss man aber nicht. Frei nach dem Motto: Alles geht, nichts muss.
In diesem Sinne: viel Spaß!
Deine Violet
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Freitag, 21. Januar 2011
Dienstag, 23. November 2010
Wuuursssst!
Kinderernährung ist ja so eine Sache. Von Anfang an kann man da unglaublich viel falsch machen.
Klar, stillen ist das Allerbeste, am liebsten bis zum zweiten Lebensjahr (neueste Empfehlung der WHO sowie UNICEF, tolle Idee, wie ich finde, denn wenn so ein Kind erst mal selbst zur Milchquelle laufen kann, ist das doch wahnsinnig praktisch...*Ironie-Modus aus*).
Wer nicht stillen kann oder will, kann sich da bereits im Krankenhaus, kaum dem Kreißsaal entronnen, einiges anhören, denn mittlerweile hat jedes Krankenhaus, dass was auf sich hält, eine Stillberaterin, die in der Regel der Leche Liga angehört, einer Vereinigung, die mit so Erfindungen wie der Weltstillwoche jede frischgebackene Mutter zum stillen missionieren will.
Stillen muss sein, und jede Neu-Mutter, die sich durch die ganze Situation (plötzlich ist der kleine Mensch aus dem Bauch nicht mehr in selbigem und schreit und wirkt so zerbrechlich) noch nicht genügend verunsichert fühlt, soll das Stillen ruhig mal in Frage stellen.
Ich kenne genügend Mütter, die heulend da saßen, weil es mit dem Stillen nicht klappen wollte und denen zusätzlich zu dem eigenen Gefühl der Unzulänglichkeit auch noch von den wohlmeinenden Stillberaterinnen ein schlechtes Gewissen gemacht wurde. Dogmatischer als bei den Still-Fanatikerinnen geht es meines Erachtens nur in der katholischen Kirche zu.
Nach ein paar Monaten stillen (oder eben nicht…) muss man sich dann mit dem Thema Beikost beschäftigen, sprich, zu welcher Milch auch immer wird dann Brei gereicht, der nach und nach alle Milchmahlzeiten ersetzt (außer natürlich bei den Hardcore-Still-Müttern, die machen trotz Beikost konsequent weiter mit der Milchbar und erfreuen die WHO und UNICEF).
Ich glaube, es gibt nur wenige Themen, die in Mutti-Internet-Foren so intensiv diskutiert werden wie die Beikost-Ein- und -Fortführung. Was füttere ich wann und wie viel, koche ich selbst oder gebe ich Gläschen (make an educated guess…), was darf der kleine Schatz trinken und so weiter und so fort.
Will man sich so richtig mies fühlen, empfehle ich ein Buch der Ernährungsexpertin Dagmar von Cramm, denn nach Lektüre des Buches weiß man, dass man bisher alles, aber auch wirklich alles falsch gemacht hat. Und die Tatsache, dass die neusten Erkenntnisse in Sachen Baby- und Kinderernährung meist schon kurz nach Veröffentlichung wieder überholt sind, macht es nicht gerade einfacher.
Dabei ist es eigentlich ganz leicht. Mir haben zwei Prinzipien ziemlich gut geholfen:
1. Das Kind sollte möglichst satt werden.
2. Alles in Maßen.
Wenn ich Zeit habe, koche ich. Wenn nicht, gibt es ein Kinder-Fertigmenü. Mein Kind darf ab und zu einen Keks und etwas Kuchen. Ja, auch mit bösem raffiniertem Zucker, denn die Dinkel-Hafer-Kleie-Kekse nur mit Fruchtsüße oder die zucker-, ei- und milchfreien Kuchenkreationen schmecken wie Presspappe. Er bekommt Naturjoghurt mit Obst, aber auch mal einen Fruchtzwerg. Wie gesagt, alles in Maßen.
Nur bei einem Lebensmittel klappt das mit dem Maßhalten irgendwie nicht und das ist Wurst / Fleisch. Wenn es unbedingt sein muss (weil Mama da so penetrant drauf besteht…) isst mein Sohn auch Brot und Gemüse, empfindet es aber meistens als störend und ablenkend vom seinem Lieblingsnahrungsmittel (was seinem vegetarisch essenden Vater die Tränen in die Augen treibt…). Mittlerweile kann er auch „Wurst“ sagen (es hört sich an wie „Wuuursssst“) und so sitzt er am Esstisch, deutet auf die Köstlichkeiten vom Metzger und verlangt sehr energisch nach seiner „Wuuursssst“. Und er sieht niemals glücklicher aus als wenn er ein Stückchen Wurst kaut. Mmmmhhhmmmm!
Und die Moral von der Geschicht’? Wäre es nicht fein, wenn Eltern bei der Ernährung ihres Kindes auf ihren Instinkt hören dürften und nicht von allen Seiten mit guten Ratschlägen überhäuft würden? Ich denke, die meisten Eltern sind schon groß und fragen nach, wenn sie sich unsicher sind. Und denjenigen Erziehungsberechtigten, die ihren Anderthalbjährigen Kaugummi, Cola und Chips geben, ist meines Erachtens auch mit guten Ratschlägen nicht beizukommen. Da hilft dann nur noch die Supernanny!
Klar, stillen ist das Allerbeste, am liebsten bis zum zweiten Lebensjahr (neueste Empfehlung der WHO sowie UNICEF, tolle Idee, wie ich finde, denn wenn so ein Kind erst mal selbst zur Milchquelle laufen kann, ist das doch wahnsinnig praktisch...*Ironie-Modus aus*).
Wer nicht stillen kann oder will, kann sich da bereits im Krankenhaus, kaum dem Kreißsaal entronnen, einiges anhören, denn mittlerweile hat jedes Krankenhaus, dass was auf sich hält, eine Stillberaterin, die in der Regel der Leche Liga angehört, einer Vereinigung, die mit so Erfindungen wie der Weltstillwoche jede frischgebackene Mutter zum stillen missionieren will.
Stillen muss sein, und jede Neu-Mutter, die sich durch die ganze Situation (plötzlich ist der kleine Mensch aus dem Bauch nicht mehr in selbigem und schreit und wirkt so zerbrechlich) noch nicht genügend verunsichert fühlt, soll das Stillen ruhig mal in Frage stellen.
Ich kenne genügend Mütter, die heulend da saßen, weil es mit dem Stillen nicht klappen wollte und denen zusätzlich zu dem eigenen Gefühl der Unzulänglichkeit auch noch von den wohlmeinenden Stillberaterinnen ein schlechtes Gewissen gemacht wurde. Dogmatischer als bei den Still-Fanatikerinnen geht es meines Erachtens nur in der katholischen Kirche zu.
Nach ein paar Monaten stillen (oder eben nicht…) muss man sich dann mit dem Thema Beikost beschäftigen, sprich, zu welcher Milch auch immer wird dann Brei gereicht, der nach und nach alle Milchmahlzeiten ersetzt (außer natürlich bei den Hardcore-Still-Müttern, die machen trotz Beikost konsequent weiter mit der Milchbar und erfreuen die WHO und UNICEF).
Ich glaube, es gibt nur wenige Themen, die in Mutti-Internet-Foren so intensiv diskutiert werden wie die Beikost-Ein- und -Fortführung. Was füttere ich wann und wie viel, koche ich selbst oder gebe ich Gläschen (make an educated guess…), was darf der kleine Schatz trinken und so weiter und so fort.
Will man sich so richtig mies fühlen, empfehle ich ein Buch der Ernährungsexpertin Dagmar von Cramm, denn nach Lektüre des Buches weiß man, dass man bisher alles, aber auch wirklich alles falsch gemacht hat. Und die Tatsache, dass die neusten Erkenntnisse in Sachen Baby- und Kinderernährung meist schon kurz nach Veröffentlichung wieder überholt sind, macht es nicht gerade einfacher.
Dabei ist es eigentlich ganz leicht. Mir haben zwei Prinzipien ziemlich gut geholfen:
1. Das Kind sollte möglichst satt werden.
2. Alles in Maßen.
Wenn ich Zeit habe, koche ich. Wenn nicht, gibt es ein Kinder-Fertigmenü. Mein Kind darf ab und zu einen Keks und etwas Kuchen. Ja, auch mit bösem raffiniertem Zucker, denn die Dinkel-Hafer-Kleie-Kekse nur mit Fruchtsüße oder die zucker-, ei- und milchfreien Kuchenkreationen schmecken wie Presspappe. Er bekommt Naturjoghurt mit Obst, aber auch mal einen Fruchtzwerg. Wie gesagt, alles in Maßen.
Nur bei einem Lebensmittel klappt das mit dem Maßhalten irgendwie nicht und das ist Wurst / Fleisch. Wenn es unbedingt sein muss (weil Mama da so penetrant drauf besteht…) isst mein Sohn auch Brot und Gemüse, empfindet es aber meistens als störend und ablenkend vom seinem Lieblingsnahrungsmittel (was seinem vegetarisch essenden Vater die Tränen in die Augen treibt…). Mittlerweile kann er auch „Wurst“ sagen (es hört sich an wie „Wuuursssst“) und so sitzt er am Esstisch, deutet auf die Köstlichkeiten vom Metzger und verlangt sehr energisch nach seiner „Wuuursssst“. Und er sieht niemals glücklicher aus als wenn er ein Stückchen Wurst kaut. Mmmmhhhmmmm!
Und die Moral von der Geschicht’? Wäre es nicht fein, wenn Eltern bei der Ernährung ihres Kindes auf ihren Instinkt hören dürften und nicht von allen Seiten mit guten Ratschlägen überhäuft würden? Ich denke, die meisten Eltern sind schon groß und fragen nach, wenn sie sich unsicher sind. Und denjenigen Erziehungsberechtigten, die ihren Anderthalbjährigen Kaugummi, Cola und Chips geben, ist meines Erachtens auch mit guten Ratschlägen nicht beizukommen. Da hilft dann nur noch die Supernanny!
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